Im Jahr 1288 wurde Himmelried das erste Mal urkundlich erwähnt. Vor dem 15. Jahrhundert wurde Himmelried noch „Heimenriet“ geschrieben.
Nach mehreren Besitzerwechsel gelang das Dorf am 18. Juli 1522 zum Kanton Solothurn. Im Jahr 1768 zählte das Dorf 40 Haushalte. Gemäss der Statistik aus diesem Jahr gab es damals 47 Ochsen und Pferde und 43 Milchkühe. Das Dorf war sehr arm. Erst 1798, mit der Industrialisierung des Birs- und Lüsseltales, verbesserte sich ein bisschen die Situation in Himmelried. Es wurden Strassen gebaut. Somit hatten die Einwohner die Möglichkeit in den umliegenden Gemeinden zu arbeiten. Die Armut im Dorf blieb jedoch bestehen.
Die Jahre 1854/55 waren für die Bewohner eine sehr schwere Zeit. Die Armut veranlasste 72 mittellose Einwohner das Land zu verlassen und in die USA auzuwandern. Die auswanderungswilligen Himmelrieder wurden von der Gemeinde unterstützt, indem man den Wald im Wüstenrain abholzte und der Erlös der gewonnenen Kohle für die Überfahrt nach Amerika sponserte. So erhielten die Auswanderer je Fr. 250.00 für die Überfahrt nach Amerika und Fr. 10.00 Taschengeld. 1855 erreichte eine Choleraepidemie das kleine Dorf Himmelried. 36 Personen erkrankten an der Infektionskrankheit. Zu allem Übel kam noch eine schlimme Lebensmittelvergiftung dazu, die 21 Bewohner betraf. Innert 14 Tagen starben 27 Himmelrieder. Die Verstorbenen wurden auf dem Kirchhof in einem Massengrab beigesetzt.
Durch den Bau der Eisenbahn im Laufental,(1875 fuhr die erste Dampfbahn) sowie mit der Papierfabrik in Grellingen hatten die Himmelrieder wieder Arbeit. Ebenfalls floss Geld in die Gemeindekasse durch die Erfassung der Rüchi- und Chessiquellen für die Stadt Basel. 1914 hatte das erste Haus Elektrizität, 1922 hielt das Radio Einzug in das Dorf. Die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges war dann wieder, wie für das ganze Land, mit Entbehrungen von Lebensmittel und Rohstoffen gezeichnet. Im zweiten Weltkrieg waren Truppen der Kavallerie im Dorf stationiert. Die Himmelrieder gewöhnten sich mit der Zeit an die häufigen Luftschutzsirenen, die ausgelöst wurden, wenn die Alliierten Luftangriffe im benachbarten nahen Deutschland machten.
Mit der Zeit entdeckten Naturliebhaber das Dorf, kauften Land und bauten die ersten Ferienhäuser. Aus den Ferienhäusern wurden Wohnhäuser – und so wuchs Himmelried zum heutigen Dorfbild.